Mein Name ist Josef Haindorfer und ich bin 65 Jahre alt. In meinem Beruf war ich zuletzt Betreuungslehrer an Pflichtschulen für 6-15 jährige Kinder. Ich hab mich da um soziale Angelegenheiten gekümmert und bin seit zwei Jahren im Ruhestand.

Neben Reisen Gärtnern Kochen und Wandern ist Musikhören und alles was dazu gehört meine große Leidenschaft.

Meine ersten Erfahrungen mit HiFi machte ich in der HTL für Betriebstechnik in Vöcklabruck. Ein Zimmerkollege weckte durch seine Erzählungen und Berichte über besondere HiFi Anlagen seiner Freunde meine Neugier.

Ich hörte da damals was über B&O und Revox und Dual…und Musik hören war 1969 herum sowieso angesagt und ich hatte zuhause auch einen Plattenspieler, allerdings nicht Dual und auch nicht Stereo, sondern Philips Mono und zwar ein Kofferplattenspieler. Trotz der einfachen Musikwiedergabe war die Musik einfach cool. Beatles, Creedence Clearwater Revival, Cream, Doors, Led Zeppelin…

Ich wurde von meinem Kollegen in der HTL aufmerksam gemacht dass die Musik nicht „nicht gscheit klingt“. Zuhause am Dachboden fand ich ein altes Röhrenradio meiner Eltern,  das früher bei uns in der Wohnung stand, aber durch ein schickes Transistorrradio ersetzt worden war.

Das war eigentlich rückblickend gesehen mein Einstieg ins HiFi Leben. Ich baute den Lautsprecher aus, heute würde man sagen ein echter Greencone. Das Radio war ein Kapsch und die Lautsprechermarke kann ich ehrlich nicht mehr sagen, nur dass mich der Klang dieser Tröte sehr faszinierte. Von meinem Zimmerkollegen erntete ich Spott, aber das war mir egal. Im Nachhinein betrachtet  hatte ich aber schon für mich die richtige Wahl getroffen was sich jetzt 30 Jahre später mit meinem jetztigen Wissen immer wieder bestätigt und auch der Greencone Boom bewies. Papiermembranen haben ihren speziellen Reiz.

Mit meinem Freund Peter zusammen gings dann um 2000 für mich so richtig los. Peter baute zu diesem Zeitpunkt schon lange Röhrenverstärker, aber auch Transistor Amps und Wandler.

Ich hatte grad mein Elternhaus ausgebaut und bin mit meiner Familie eingezogen. Nicht aber um im Vorhinein schon den Platz für die Lautsprecher und die Anlage zu planen. Stolz präsentierte ich Peter dann meine Anlage. Es war so ein Satellitensystem von Bose. Peters Kritik machte mich unsicher und bei einem Besuch bei ihm zuhause, wurde mir klar, was ich wollte: Genau diesen Sound.

Er spielte mit kleinen Lautsprechern mit Fostex FE103S und riesigen Basslautsprechern von WSW, welche mit Tannoy Monitor Red bestückt waren (und immer noch sind). Wir hörten Jennifer Warnes und ich war hin und weg. Genauso etwas wollte ich.

Ich bat Peter, mir so einen Röhrenverstärker zu bauen. Peter baute mir einen 2A3 aus einem Bausatz von Ampdesign.

Daraufhin begann ich mit meinem Schwager zusammen in zahlreichen Stunden die damals sehr gehypten Jericho Hörner zu bauen,  kaufte mir die Fostex 208 Sigma für die Hörner und schon hörten wir feinste Musik. Alles war bestens, nur ein bisschen zu wenig Bass.

Also ging die Suche weiter und führte über viele viele Experimente mit Klangfilm, offene Schallwandkonstruktionen wie die damals auch gehypte Aperta, Tannoy mit selbstgebauten Multizellenhörnen, Onken und viele viele Verstärkerkäufe und Verkäufe schließlich zum Entschluss, einmal selbst einen eigenen Röhrenverstärker zu bauen.

Ich fand einen Schaltplan für EL12 und EF12 im Triodenmodus geschaltet

http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/AndreasS-EL12-Amp/EL12.htm

und da ich die nötigen Röhren da hatte wagte ich mich ans Realisieren. Alles nicht so einfach, zahlreiche Anrufe bei Peter und Einlernen ins Löten und Drahtauswahl und Sockelbelegung und Gittervorspannung Heizung und Spannung und Strom verwechselt und richtig Anfänger und Brumm Ende nie und die EF12 hat geschwungen und wieder nachgefragt und wenn ich mir das heute überlege war ich mit meinen geringen Kenntnissen schon sehr mutig das anzugehen. Es ließ mich aber nicht los und ich muss schon sagen, ohne Peter hätt ich das nicht geschafft, aber irgendwann lief der Verstärker.

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Hier einige Bilder aus vergangen Zeiten

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University 315C
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University 315C
Offene Schallwand Aperta mit Greycones
2A3 Kit
open Baffle Grandezza
Tannoy Lancaster und Multizellenhorn mit Tannoy Monitor Gold
Hiraga Le audiophile 300B
Altec Lansing 802D
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Musiqua Nr.3 mit 2A3 Ken Rad
lange Zeit meine Favourits, mobile Kinolautsprecher, Wanderkino mit L3060PB Zeiss IKON
L3060PB
Siemens KL307, Klangfilm KL307